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Breitblättrige Crinum - Crinum natans

Die Crinum natans ist ein attraktives und graziles Zwiebelgewächs mit dunkelgrünen Blättern. Die Pflanze wächst aus einer kräftigen Zwiebel und bildet lange, breite Blätter, die sich sanft im Wasser bewegen. Du setzt damit einen natürlichen Akzent, der jedes Aquarium ruhiger wirken lässt. Die Hakenlilie passt in viele Aquarien und fühlt sich unter stabilen Bedingungen wohl. Mit dem passenden Licht, genug Nährstoffen und einer guten Pflege entwickelt sie sich zu einer starken Pflanze.

Die Blattbreite und Welligkeit des Blattrandes sind sehr variabel. Eignet sich für Zimmerteiche und wird nicht von pflanzenfressenden Fischen gefressen.

Was ist Crinum natans?

Crinum natans ist eine der typischen Wasserpflanzen in der Aquaristik. Die Art stammt aus Afrika und wächst dort in Flüssen mit langsam fließendem Wasser. Sie steht meist in sonnigen Bereichen, in denen der Boden nährstoffreich bleibt. Die Pflanze passt sich gut an unterschiedliche Bedingungen an und hat einen stabilen Wuchs, wenn das Wasser klar und die Strömung leicht bleibt.

Aussehen und typische Merkmale

  • Zwiebel:  rund, fest und gut sichtbar im Bodengrund
  • Blätter:  breit, lang und elegant geschwungen: Blätter werden bis zu 8 cm breit und erreichen Längen von 50 bis 120 cm. Sie bewegen sich weich im Wasser.
  • Blattrand:  glatt und ohne starke Wellen
  • Wuchsform:  bildet einen großen, buschigen Schopf, der viel Platz benötigt
  • Farbe:  hell- bis mittelgrün – Intensität variiert je nach Licht
  • Blüte: selten im Aquarium: Wenn sie erscheint, wächst ein langer Stiel aus der Mitte der Pflanze oberhalb der Wasseroberfläche. Am oberen Ende sitzt eine weiße, sternförmige Blüte mit langen, schmalen Blütenblättern, die an klassische Lilien erinnert.

In vielen Aquarien begegnen dir zwei Arten der Hakenlilie: Crinum natans und Crinum calamistratum. Beide gehören zur gleichen Pflanzenfamilie, unterscheiden sich aber deutlich in ihrem Erscheinungsbild. Crinum natans wirkt insgesamt kräftiger und wächst schneller. Die Blätter bleiben glatter, haben weniger Wellen und nehmen mehr Raum ein. Dadurch entsteht ein massigerer Gesamteindruck, während Crinum calamistratum schmaler und stärker gewellt wächst.

Standort und Lichtbedarf im Aquarium

Crinum natans gehört zu den Wasserpflanzen, die du direkt in den Bodengrund deines Aquariums setzt. Die Pflanze wächst aus einer festen Zwiebel und bildet lange, breite Blätter, die sich frei im Wasser bewegen. Damit sie sich gut entwickelt, braucht sie einen geeigneten Platz und eine stabile Beleuchtung.

Geeigneter Platz im Aquarium

  • Ausreichend Raum: Crinum natans wächst ausladend. Du gibst ihr deshalb am besten etwas Abstand zu anderen Pflanzen, damit sich die breiten Blätter nicht ineinanderschieben. Ein großes Aquarium ab 300 Litern bietet sich an.
  • Hintergrund oder seitlicher Bereich: Im Hintergrund oder an der Seite hat die Pflanze Platz für ihren langen Wuchs. Sie bleibt sichtbar, ohne andere Aquarienpflanzen zu bedrängen.
  • Leichte Strömung: Eine sanfte Strömung hält die Blätter in Bewegung und verhindert, dass sie übereinander liegen.

Lichtbedarf

Crinum natans bevorzugt helle bis mäßig beleuchtete Standorte. Das Licht wirkt sich auf die Blattstärke und die Farbwirkung aus: Mehr Licht fördert einen dichteren Wuchs, weniger Licht bremst die Entwicklung.

Wasserwerte und CO₂

Crinum natans gedeiht am besten, wenn das Wasser ruhig und sauber ist. Die Art verträgt viele Wertebereiche, reagiert aber sensibel auf starke Schwankungen. Du unterstützt den Wuchs, wenn du das Becken gleichmäßig pflegst und regelmäßige Teilwasserwechsel einplanst.

  • Temperatur: 24–30 °C
  • Härte: weich bis mittelhart
  • pH: zwischen 6,0 und 7,8
  • Strömung: ruhig bis leicht

Die Pflanze wächst ohne CO₂-Zugabe, entwickelt sich aber voller, wenn du eine geringe Menge CO₂ zuführst.

Bodengrund, Substrat und Nährstoffe

Damit die breitblättrige Hakenlilie sich entwickeln kann, braucht sie einen Bodengrund, der locker bleibt und Wasser gut durchlässt. Die Pflanze zieht ihre Nährstoffe sowohl aus dem Wasser als auch über die Wurzeln, daher lohnt sich eine ausgewogene Versorgung.

Bodengrund und Substrat für Zwiebelpflanzen

  • Locker und nicht zu fein: Ein mittelkörniger Bodengrund verhindert, dass die Zwiebel fault. Sehr feiner Sand hält zu viel Feuchtigkeit und erschwert die Durchlüftung.
  • Zwiebel nicht vollständig bedecken: Setze die Zwiebel so, dass der obere Teil sichtbar bleibt. Das schützt sie vor Fäulnis und fördert einen stabilen Austrieb.
  • Nährstoffarmes Substrat ist ausreichend: Crinum natans benötigt keinen stark vorgedüngten Boden. Ein einfacher Bodengrund reicht, da die Pflanze viele Nährstoffe über das Wasser aufnimmt.

Düngung und Nährstoffe

Crinum natans reagiert positiv auf eine konstante Nährstoffversorgung. Du erreichst gute Werte, wenn du Wasser- und Wurzeldünger kombinierst.

  • Wurzeldünger:  Düngekugeln oder -kapseln nahe der Zwiebel stärken den Wurzelbereich.
  • Flüssigdünger:  Eine regelmäßige Zugabe unterstützt die Versorgung mit Eisen, Kalium und Spurenelementen.
  • Ausgewogene Werte: Stabile Nährstoffe fördern kräftige Blätter und ein harmonisches Wachstum. Mangel zeigt sich oft durch helle oder dünne Blätter.

Pflege von Crinum natans

Crinum natans wächst zuverlässig, wenn du ihr stabile Bedingungen bietest. Die Pflanze bildet lange, ausladende Blätter, die viel Platz benötigen.

Pflege der flutenden Blätter

Die langen flutenden Blätter erreichen häufig die Oberfläche und breiten sich dort aus. Du kannst sie frei wachsen lassen. Entferne nur beschädigte oder alte Blätter.

  • Keine starken Rückschnitte: Die Pflanze reagiert empfindlich, wenn du viele Blätter auf einmal entfernst.
  • Blätter nicht knicken: Geknickte Blätter sterben oft ab. Schneide sie daher sauber am Ansatz ab.

Umgang mit großen Pflanzen

Crinum natans nimmt mit der Zeit viel Raum ein. Ein großzügiger Platz im Aquarium verhindert, dass Blätter zusammengedrückt werden oder im Schatten liegen:

  • Lasse ausreichend Abstand zu anderen Aquarienpflanzen.
  • Vermeide enge Bereiche am Bodengrund.
  • Achte darauf, dass jüngere Blätter genug Licht erhalten.

Vermehrung der breitblättrigen Hakenlilie

Crinum natans vermehrt sich über Tochterzwiebeln, die sich langsam am Rand der Hauptzwiebel bilden. Die Vermehrung läuft ohne dein Zutun ab, dauert jedoch einige Zeit. Sobald eine Tochterzwiebel groß genug ist, bildet sie eigene kleine Wurzeln. Dann kannst du sie vorsichtig abtrennen und an einen neuen Platz setzen. Wichtig ist, dass du sie erst löst, wenn sie stabil wirkt und sich gut greifen lässt.

Nach dem Abtrennen setzt du die jungen Zwiebeln ähnlich ein wie eine adulte Pflanze. Der obere Bereich sollte sichtbar bleiben, damit sie nicht fault. Junge Pflanzen wachsen anfangs langsamer und reagieren sensibel auf starke Schwankungen im Wasser. Eine ruhige Umgebung, sauberes Wasser und ein lockerer Bodengrund helfen ihnen, sich zu entwickeln. Mit der Zeit bildet die junge Zwiebel eigene Blätter und wächst zu einer vollständigen Pflanze heran.

Häufige Probleme und Lösungen

Crinum natans gilt als robuste Wasserpflanze, zeigt aber deutliche Signale, wenn etwas nicht stimmt:

  • Gelbe Blätter: Gelbe Blätter oder Blattränder zeigen dir oft einen Nährstoffmangel. Wenn du die Düngung leicht erhöhst oder die Wasserwerte stabilisierst, erholt sich die Pflanze in vielen Fällen wieder.
  • Stockender Wuchs: Stagnierendes Wachstum entsteht häufig durch zu wenig Licht oder zu wenig Platz. Sobald die Pflanze mehr Raum hat und ausreichend Beleuchtung bekommt, entwickelt sie wieder neue Blätter.
  • Fäulnis an der Zwiebel: Fäulnis deutet darauf hin, dass die Zwiebel zu tief sitzt oder der Bodengrund zu dicht ist. Hebe die Zwiebel etwas an und achte darauf, dass die obere Hälfte frei bleibt. So gelangt genug Sauerstoff an das Gewebe.
  • Schädlinge: Kleine Fraßspuren entstehen selten, können aber auftreten. Entferne betroffene Blätter und halte das Wasser sauber. Regelmäßige Wasserwechsel stärken die Pflanze und machen sie widerstandsfähig.

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Aquarienpflanzen

Aquarienpflanzen erfüllen eine Vielzahl an essenziellen Aufgaben im Aquarium. Sie erzeugen zum einen den lebensnotwendigen Sauerstoff. Je mehr Pflanzen im Aquarium sind und je besser sie wachsen, umso mehr Sauerstoff erzeugen sie. Ein dichter Pflanzenbestand bietet Ihren Fischen zudem natürlichen Schutz und reduziert Stress. Da gut wachsende Aquarienpflanzen viele Abfall- und Schadstoffe verarbeiten und dadurch natürlich gesundes Wasser schaffen, zahlen sie auch noch auf andere Weise auf die Gesundheit Ihrer Fische ein.

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